Auto-Mobil

In den 1920er Jahren setzte, der auf Verkehrsbauwerke spezialisierte Architekt Heinrich Kosina (1899-1977) mit einem Gesamtkonzept den Transformationsprozess der Garde-Dragoner-Kaserne zu dem bedeutendsten Automobilstandort Berlins um.

Dieses Konzept beruht auf einer guten Kenntnis der technischen Entwicklung der damaligen Zeit, auf einem betriebswirtschaftlichen Denken und dem Wissen um die Geschichte des Ortes.

Heinrich Kosina führte ab 1927 die bisherigen Planungen zusammen, ergänzte sie durch Umbauten und Neubauten sowie einem Freiraumkonzept. Zur Umsetzung der Baumaßnahmen wurden weitere Architekten mit eingebunden.

So war das heutige Dragoner-Areal im Jahre 1931 der von der Fläche größte Automobilitätsstandort Berlins, mit dem berlinweit differenziertesten automobilen Angebot und einer Kapazität von ca. 600 Garagenplätzen. In der Waschanlage konnten 2200 Fahrzeuge pro Tag gereinigt werden.

Das Konzept aus den 1920er Jahren wurde in den 1950er und 1990er Jahren behutsam weitergeführt.

Der erhaltene Baubestand der Automobilität des Dragoner-Areals stellt heute, entsprechend des Denkmalschutzes ein bedeutendes Denkmalensemble der Sozial- und Technikgeschichte Berlins nämlich der Automobilität dar. Das Denkmalensemble der Automobilität sollte zukünftig wie auch die militärische Nutzung der einstigen Garde-Dragoner-Kaserne erhalten und lesbar gemacht werden.